Sekundarschule Kreis Uhwiesen
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Zeitungsartikel von Mark Gasser in den Schaffhauser Nachrichten vom 21. Sep. 2013
Erst die Arbeit, dann das Jubiläum

Die Klasse 3B präsentierte ihre Vorstellung eines Hawaii-Urlaubs. Heute ist hawaiianische Bruthitze dank einer (bald fertigen) Lüftung im Unterricht passé.

Erweiterungsbau und alter Westtrakt der Sek Kreis Uhwiesen sind schon im Einsatz. Gestern fanden Einweihung und verschobenes Jubiläum mit viel Einsatz der Schüler, Lehrpersonen und Behörden statt.

UHWIESEN. Viel war von allen Beteiligten abverlangt worden während des Baus des Erweiterungsgebäudes (bis im Mai 2013) sowie, bis zum Ende der Sommerferien, der Innen- und wärmetechnischen Sanierung des Westtrakts der Sekundarschule Uhwiesen. Umso ausgelassener wurde gestern Nachmittag bis in die Nachtstunden daher die Einweihung von der Schule gefeiert. «Es war anspruchsvoll auf allen Seiten - die Handwerker und Lehrpersonen haben Hand in Hand gearbeitet und mussten hin und wieder fünf gerade sein lassen», erläuterte Schulpflegepräsident Johannes Eichrodt an der gestrigen Einweihung den Kraftakt, der von Juli 2012 bis heute dauerte. Trotz Wassereinbrüchen, vereinzelten Stromausfällen und einem - glimpflich verlaufenen - Unfall eines Bauarbeiters zog er ein positives Fazit der Bauphase. Und Lehrer wie Schüler sind mit dem Resultat zufrieden: «Hier haben jetzt 25 Schulkinder wirklich Platz und können gut arbeiten», meinte Benjamin Herth, Lehrer der Klasse 2B.

Im November 2011 hatten die Stimmbürger der Kreisgemeinden Flurlingen, Laufen-Uhwiesen und Dachsen dem Bauprojekt über 4,95 Millionen Franken (exklusive Projektierung) grünes Licht erteilt. Das 1961 erbaute (Mittel- und Westtrakt) und 1974 erweiterte (Osttrakt) Schulhaus stiess angesichts steigender Schülerzahlen an seine Grenzen. Ausserdem waren die alten Schulzimmer mit 60 Quadratmetern zu klein, was im Westtrakt zu einer Neuaufteilung im Zuge der Sanierung führte. Und was Eichrodt zur Feststellung verleiten liess: «In diesen grossen und hellen Schulzimmern wären wir wohl alle gern zur Schule gegangen.» Rechtzeitig nach den Sommerferien konnte der Schulhauskomplex mit Ost-, Mittel-, Westtrakt und Erweiterungsbau mit neu neun grossen Klassenzimmern à 72 Quadratmeter Fläche, zwei neuen Gruppenräumen à 18 Quadratmeter sowie einem grossen Gruppenraum im Westtrakt und einem grossen Aufenthaltsraum mit neuer Küche bezogen werden. Auch die neue Schulbibliothek im Erweiterungsbau konnte gestern besichtigt werden. Baukommissionspräsident Thomas Aquilini legte in seinem Resümee der letzten 50 Jahre seit der Entstehung des ersten Schulhausbaus auch den Fokus auf die Lichtdurchflutung der Klassenzimmer und die verbesserte Lüftung: Die Energiekosten konnten dank der wärmetechnischen Sanierung um die Hälfte gesenkt werden. Im Oktober sollen die Abschlussarbeiten fertig sein.

Thematisch Klassenzimmer gestaltet

Symbolisch wurde die Einweihung von Erweiterungsbau und Sanierung durch Schülerin Andrina Landolt mit dem Durchschneiden eines Bandes vollzogen, welches ein Modell der Bauten umschnürte. Und auch das Einweihungsfest, das wegen des aufgeschobenen 50-Jahr-Jubiläums (2012) nun sinnigerweise «50 + 1 Jahre Sekundarschule Kreis Uhwiesen» getauft wurde, stand ganz im Zeichen der Schulkinder. Diese sparten auch nicht mit Farbtupfern in ihren neuen, hellen Schulzimmern. So verwandelten die Klassen diese im Erweiterungsbau kurzerhand in eine Hawaiibar mit Fotowand und Spielen oder boten in «Chinatown» Glückskekse und Frühlingsrollen an. Im Westtrakt wurde Karaoke gesungen, im Aufenthaltsraum «Starbuck's Coffee Bar» wurde Gebäck angeboten. Auch Minigolf wurde gespielt. Stilecht verkleidet - das Mittelalter reizt eben auch noch in moderner Schulhausumgebung - verliehen die Klassen 3BC und 1AB auf der Wiese unter dem Zepter von Lehrerin Franziska Eck dem Abend mit einem Mittelalterspektakel mit Ritterturnier, einer Wahrsagerin, einem Pranger fürs Fotoalbum, selbst gemachten Lederarmbändern und Geldbeuteln, mit Lanzenkampf, Tauziehen und Sackhüpfen und Kartentricks besonderen Charme. Bei all diesen Aktivitäten und dem regen Besuch der Eltern verwunderte es nicht, dass das duftende Spanferkel innert Kürze weg war.

Diese edlen Damen kamen im Mittelalter-Ornat geritten.

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